Das war 2015

Ein grüetzi und Hallo miteinander.

Wir möchten Euch nun mitnehmen auf eine Reise, als das erste „Woodstock der Hunde“ das Licht der Welt erblickte. Nach Monaten der Vorbereitungen, schlaflosen Nächten und Tagen der Entbehrungen war es am 11. September 2015 endlich soweit, die erste Veranstaltung vom „Woodstock der Hunde“.

WalkPic

Durch zahlreiche Voranmeldungen und Zusagen, hatten wir eine wage Vorstellung, wie viele Leute, und natürlich Hunde, kommen werden. Letztendlich zählten wir über 90 Teilnehmer inklusive Hunden, die uns durch das Tagesprogramm begleitet haben. Die Veranstaltung fand in der Nähe von Dresden in der beschaulichen Ortschaft Ottendorf-Okrilla, nahe des Hundezentrums Ostsachsen, unseres Organisationsteam Mitgliedes Carsten Gnausch statt.

Der Auftakt der Veranstaltung erfolgte durch die Evolutionsbiologin Dr. Nora Brede mit einem Vortrag zum Thema „Warum Hunde nach dem Kompass kacken oder wenn die Wissenschaft auf den Hund kommt“. Nora ging auf das Lesen und Verstehen wissenschaftlicher Texte und Publikationen ein. Dem zu Grunde lag eine recht skurile aber dennoch hoch interessante Studie „Dogs are sensitive to small variation of the Earth’s magnetic field.“

Am Samstag starteten wir den Tag mit Atemübungen zur Entspannung von Hund und Halter. Patricia Eugster von der SKEMA Kampfkunstschule, zeigte uns, wie wir durch Atemübungen entspannen können und dies auch auf unsere Hunde übertragen können, um damit schwierige Situationen ausgeglichen meistern zu können. Entspannt fand im Anschluss der erste Pack Walk, ein Gruppenspaziergang mit Halter und Hund, nach alter Schweizer Tradition statt. Das weitläufige Gebiet um Ottendorf-Okrilla lud zum spazieren ein und die Teilnehmer, Menschen sowie Hunde konnten neue Bekanntschaften schliessen und vertiefen. Zurück auf dem Gelände gab es eine Mittagspause mit Verpflegung und wer wollte, konnte sich und seine Hunde bei einem Fotoshooting noch ablichten lassen.

Am Nachmittag machte Ute Heberer mit ihrem Vortrag zum Thema „Aggression und aggressive Kommunikation“ im Programm weiter. Ein sehr interessantes und anregendes Thema, worin Ute auf die Besonderheiten und Unterschiede der Aggressionen einging. Eindrucksvoll arbeitete sie heraus, dass aggressive Kommunikation durchaus zu den Eigenschaften eines Individuums gehört und nicht per se negativ zu werten ist. Nach einer kurzen Pause fuhr Dr. Ingo Pfeil mit seinem Vortrag über „Hüftdysplasie, Diagnose und Behandlung“ fort. Ingo ging besonders auf die verschiedenen Diagnoseverfahren ein und stellte moderne Behandlungsmethoden vor. Fazit war, man kann heute schon viel früher diagnostizieren und könnte mit weniger Aufwand dagegen arbeiten.

Den Abschluss dieses Tages bildete Michael Frey  Dodillet mit einer Lesung von Auszügen aus seinen Büchern und seinem Blog „Krawallmaus“. Das Wort köstlich könnte diese Lesung gebührend umschreiben, amüsant  und sehr kurzweilig. Mit Sicherheit gab es Situationen, in die man sich als Hundehalter hinein versetzen kann.

Der Sonntag und damit schon der letzte Tag, wurde nach einem Frühstück im Festzelt, mit einem Pack Walk gestartet. Dabei zeigte sich, wie friedlich ein so sonniger Tag in der Sächsischen Natur sein kann, selbst wenn man mit über 50 Hunden unterwegs ist. Nach dem Vorbild des legendären Woodstock herrschte ein friedliches miteinander.

Nach dem Mittagessen wurde eine Diskussion rund um das Thema Raufergruppen, moderiert durch Ute Heberer und Nikolaus Stoppel, angestossen. Hierbei wurde die Wichtigkeit hervorgehoben, dass Hunde Gelegenheit bekommen Sozialverhalten in einer Raufergruppe zu erlernen. Dieses Konzept beruht darauf, dass unter kontrollierten Bedingungen aggressive Hunde untereinander interagieren können.

Insgesamt war diese Veranstaltung eine sehr gelungene zürcher-sächsische Koproduktion. Es gab spannende Vorträge und viel Austausch untereinander. Ich danke dem Organisationsteam und hoffe auf eine Wiederholung!

Zitat der NZZ, Neue Zürcher Zeitung

An dieser Stelle richtet sich ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Veranstaltung durch ihre Arbeit und ihr Engagement in welcher Form auch immer zu einem solchen Erfolg gemacht haben.